008 Was dein Tier braucht, wenn es Angst hat
Shownotes
Was dein Tier braucht, wenn es Angst hat – Shownotes
Warum Angst keine Schwäche ist, sondern eine Form der Kommunikation
Hat dein Tier vor bestimmten Geräuschen, Menschen oder Situationen Angst? Vielleicht möchtest du ihm diese Angst am liebsten sofort nehmen. Doch was braucht ein Tier in einem solchen Moment wirklich?
In dieser Episode sprechen wir darüber, warum Angst eine Form von Kommunikation ist und weshalb es oft nicht darum geht, die Angst möglichst schnell verschwinden zu lassen. Ich erzähle dir von meinem ersten Hund Tony, der mir gezeigt hat, wie neue Erfahrungen Vertrauen entstehen lassen, und von meiner Hündin Ljoma, die ihre Angst vor anderen Hunden Schritt für Schritt überwinden konnte.
Du erfährst, weshalb Sicherheit, Geduld und Verständnis oft viel wirkungsvoller sind als gut gemeinte Lösungen und wie du dein Tier in schwierigen Situationen liebevoll begleiten kannst.
Zusammenfassung und Stichpunkte
Wenn ein Tier Angst hat, fühlen wir Menschen uns oft hilflos. Wir möchten helfen, beruhigen oder die Situation möglichst schnell lösen. Doch aus Sicht des Tieres steht etwas ganz anderes im Vordergrund.
In dieser Episode erfährst du, weshalb Angst immer einen Grund hat, auch wenn wir ihn nicht kennen. Anhand persönlicher Geschichten zeige ich dir, wie neue Erfahrungen das Sicherheitsgefühl eines Tieres verändern können und warum auch unsere eigene innere Ruhe einen grossen Einfluss auf unser Tier hat.
Du erhältst ausserdem eine einfache Anregung, die dir hilft, dein Tier in angstvollen Situationen bewusster zu begleiten.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum Angst eine wichtige Form der Kommunikation ist.
- Was mein erster Hund Tony mich über Vertrauen gelehrt hat.
- Weshalb neue Erfahrungen oft mehr bewirken als Druck oder Training.
- Wie meine Hündin Ljoma ihre Angst vor anderen Hunden überwinden konnte.
- Warum deine eigene innere Ruhe deinem Tier Sicherheit geben kann.
Angst verschwindet selten von heute auf morgen. Sie verändert sich Schritt für Schritt. Mit jeder Erfahrung, in der ein Tier erlebt, dass ihm nichts geschieht, wächst Vertrauen. Genau diese kleinen Momente machen langfristig den Unterschied und stärken eure Beziehung.
Deshalb habe ich den kostenlosen Kurs «Harmonische Beziehung zu deinem Tier» erstellt. Dort findest du weitere Impulse und einfache Übungen, die dir helfen, dein Tier besser zu verstehen und eure Verbindung Schritt für Schritt zu vertiefen.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Hast
00:00:11: du schon einmal erlebt, dass dein Tier vor etwas Angst hatte und Du überhaupt nicht verstanden hast?
00:00:17: Warum?
00:00:18: Vielleicht vor einem Geräusch, vor einem Menschen oder für etwas was für Dich völlig harmlos war.
00:00:26: Und genau in solchen Momenten wünschen wir uns oft unserem Tier die Angst einfach nehmen zu können!
00:00:32: Ich glaube Wir dürfen zuerst etwas anderes verstehen.
00:00:37: Hallo und herzlich willkommen zu dieser Episode von Tierist deutlich!
00:00:41: Ich freue mich sehr, dass du heute wieder dabei bist.
00:00:44: Heute möchte ich mit dir über ein Thema sprechen das viele Tiermenschen bewegt Angst Denn ich glaube jedes von uns hat sein Tier schon einmal ängstlich erlebt.
00:00:56: Und die Frage ist Was braucht ein Tier in diesem Moment wirklich?
00:01:04: Mein erster Hund ist Tony.
00:01:06: Er kam vor über fünfundzwanzig Jahren zu mir, er war ein Straßenhund und heute würde man wahrscheinlich sagen Tony war ein Angsthund.
00:01:18: Damals kannte ich diesen Begriff überhaupt nicht!
00:01:21: Und wenn ich heute zurückblicke glaube ich sogar das genau das geholfen hat dass ich ihn so gut verstanden habe.
00:01:31: Ich hatte nämlich keine Vorstellung davon was ein Angst-Hund war.
00:01:36: Ich hatte keine Angst etwas falsch zu machen.
00:01:40: Ich habe einfach versucht, Toni zu verstehen.
00:01:44: Eines Tages hab ich Toni auf mein Bett gehoben und im selben Moment sprang er in Panik wieder runter.
00:01:52: Huch war ich überrascht!
00:01:54: Das hätte ich definitiv nicht erwartet.
00:01:57: Ich verstand überhaupt nicht was gerade passiert war.
00:02:01: Ich wusste aber irgendwas stimmte nicht... Also habe ich ihn am nächsten Tag Wieder aufs Bett gehoben und er sprang wieder sofort in Panik herunter.
00:02:13: Hm, habe ich mir gedacht!
00:02:15: Ich glaube ich mache hier einfach mal weiter.
00:02:19: Ich hatte keinen Trainingsplan oder so.
00:02:21: Ich wusste einfach nur ist doch schön auf dem Bett zu sein.
00:02:25: Auf dem Bett kann man kuscheln.
00:02:28: Ist doch einfach schön wenn man auf den Bett sein kann.
00:02:31: Toni fand das überhaupt nicht.
00:02:34: also ich hab angefangen zwei, drei Mal am Tag ihn einfach ganz ruhig aufs Bett zu setzen.
00:02:42: Ohne Druck und ohne ihn festzuhalten!
00:02:44: Und jedes mal ist er wieder runtergesprungen.
00:02:47: Mit der Zeit ist er nicht mehr sofort in Panik runter gesprungen, das ging ein paar Sekunden bis er runter gessprungen ist... ...und dann nach einigen Wochen blieb Toni plötzlich liegen.
00:03:02: Und er schaute mich an.
00:03:04: Und diesen Blick werde ich im Leben nie vergessen.
00:03:09: Er hat mich angeschaut und mir die Frage gestellt, und jetzt schlägst du mich?
00:03:16: Das sieht man in den Augen des Tieres – diese Angst, die er hatte!
00:03:22: In dem Moment, in dem ihn mich angestaut hat.
00:03:25: Und in diesem Moment wurde mein Herz ganz schwer.
00:03:29: Ich wusste….
00:03:31: Jetzt kommt's drauf an was ich tue.
00:03:34: Ich hab' mich also zu ihm hingesetzt ruhig mit ihm gesprochen, habe ihn gestreichelt und hab ihn abgeknutscht.
00:03:45: Und ich glaube genau in diesem Moment hat Tony etwas ganz Neues erlebt!
00:03:51: Von dem Tag an sprang er übrigens freiwillig aufs Bett bis an sein Lebensende.
00:03:58: Lange dachte ich, ja, Tony hätte gelernt dass das Bett gar nicht gefährlich ist.
00:04:04: Heute sehe ich das etwas anders.
00:04:08: Tony hat vor allem eine neue Erfahrung gemacht.
00:04:11: Er hatte erlebt, dass ihm dort nichts passiert – das er sicher ist!
00:04:17: Und genau solche Erfahrungen verändern nach und nach das Gefühl eines Tieres.
00:04:23: Wenn ein Tier Angst hat, dann hat es immer einen Grund auch wenn wir ihn manchmal nicht kennen.
00:04:30: Vielleicht erinnert er sich an etwas?
00:04:33: Vielleicht hat er irgendwann einmal etwas erlebt, das wir gar nicht wissen
00:04:37: können?!
00:04:39: Und vielleicht fühlt sich eine Situation für ihn einfach unsicher an.
00:04:45: Für das Tier ist dieses Gefühl in dem Moment vollkommen echt und genau deshalb nehme ich Angst immer sehr ernst.
00:04:55: Mir ist im Laufe der Jahre noch etwas aufgefallen, unsere Tiere nehmen es sehr genau wahr wie es uns geht wenn wir hektisch werden oder selbst angst bekommen unbedingt möchten, dass unser Tier jetzt gerade jetzt keine Angst mehr hat.
00:05:16: Dann verändert sich oft die ganze Situation und deshalb frage ich mich in solchen Momenten zuerst wie geht es mir jetzt gerade?
00:05:25: Allein diese Frage verändert oft schon ganz viel weil ich kann mich dann zuerst auf mich konzentrieren schauen das es mir gut geht, dass ich ruhig bin und diese Ruhe kann ich dann eben auch übertragen.
00:05:43: Meine Hündin Glioma kam zu mir, als sie sieben Jahre alt war.
00:05:49: Und zwar war sie ein extrem traumatisierter Hund.
00:05:54: So einen traumatisierten Hund hatte ich bis zum Zeitpunkt noch nicht gesehen.
00:06:00: Unter anderem ist die total ausgerastet wenn sie einen Hund gesehen hat Auch wenn der Hund irgendwie hundert Meter weiter vorne war.
00:06:10: Sie hat einen Hund gesehen und ist komplett ausgetickt.
00:06:14: Ich war ganz ehrlich ein bisschen ratlos, und eines Tages hatte ich sie auf den Arm genommen.
00:06:22: Den Grund dafür, an dem Grund erinnere ich mich wirklich nicht mehr!
00:06:27: Nur das Wärende, was ich auf dem Arm hatte, kam ein Hund auf uns zu mit seinem Menschen... ...und ich dachte schon oh-oh jetzt raste die dann auf meinem Arm aus und zu meinem großen Erstaunen ist sie ruhig geblieben.
00:06:44: Und habe ich gedacht, wow!
00:06:46: Was ist jetzt passiert?
00:06:48: Und dann habe ich für mich gedacht okay das nächste mal wenn ich einen Hund sehe nehme ich Sie auf dem Arm.
00:06:54: Dann hab' ich das so angefangen.
00:06:56: Ich habe sie also von den Moment an jedes Mal auf den Arm genommen Wenn wir einem Hund begegnet sind oder wenn ich irgendwo in der Weite einen Hund gesehen habe.
00:07:04: bevor es ihn gesehen hat, habe ich sie auf den arm genommen.
00:07:10: Sie ist jedes Mal ruhig geblieben.
00:07:12: Ich dachte, wow super!
00:07:15: Und dann irgendwann so nach einigen Wochen hatte ich das Gefühl dass sich sie jetzt auf dem Boden lassen kann und so war es auch.
00:07:26: Sie ist tatsächlich ruhiggeblieben.
00:07:29: frag mich nicht was passiert ist?
00:07:32: Ich weiß nicht was in den Hund abgegangen ist Warum sie solche Angst hatte?
00:07:39: Wieso sie so traumatisiert war.
00:07:42: Ich weiß nur, dass ich zuverlegerweise auf etwas gestoßen bin was mir geholfen hat das Sie Vertrauen gewonnen hat und dass sie diese Angst verloren hat.
00:07:56: Wenn dein Tier also das nächste Mal Angst hat dann musst du nicht sofort nach einer Lösung suchen.
00:08:03: Vielleicht reicht es für den Anfang einfach nur da zu sein Ruhe auszustrahlen Und einem Tier Zeit zu geben und neugierig zu beobachten, was es gerade braucht.
00:08:16: Lass uns mal das zusammenfassen!
00:08:20: Angst ist eine Sprache.
00:08:23: Sie erzählt uns dass sich ein Tier im Moment nicht sicher fühlt.
00:08:29: Jedes Tier erlebt Angst anders.
00:08:32: Deshalb gibt es auch keine Patentlösung.
00:08:35: Was unsere Tiere brauchen ist oft gar nicht so kompliziert Geduld und Verständnis.
00:08:46: Und immer wieder die Erfahrung, dass sie sich bei uns sicher fühlen dürfen.
00:08:52: Vielleicht beginnt genau dort Veränderung nicht von heute auf morgen sondern Schritt für Schritt mit jeder neuen Erfahrung und mit jedem kleinen Moment in dem Vertrauen wachsen darf!
00:09:07: Je besser wir die Gefühle unseres Tieres verstehen, desto leichter können wir es in schwierigen Situationen begleiten.
00:09:14: Und genau dadurch wächst die Beziehung jeden Tag weiter!
00:09:19: Genau deshalb habe ich den kostenlosen Kurs harmonische Beziehungen zu deinem Tier erstellt.
00:09:25: Den Link dazu findest du in den Show Notes.
00:09:28: Dort findest Du auch weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten.
00:09:33: Und nun wünsche ich dir viel Freude beim
00:09:52: Entdecken.
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