036 Was dein Tier dir nicht abnimmt
Shownotes
Was dein Tier dir nicht abnimmt
Shownotes
«Was soll ich tun? Was sagt mein Tier?»
Diese Frage habe ich im Laufe der Jahre immer wieder gehört.
Und irgendwann ist mir etwas aufgefallen: Sobald ich Tiere gefragt habe, was ihr Mensch entscheiden soll, haben sie sich gewunden.
Sie haben verschiedene Blickwinkel gezeigt. Sie haben gesagt, was sie möchten, was sie brauchen und wie sie eine Situation erleben.
Aber entschieden haben sie nie.
Denn Tierkommunikation kann dir helfen, eine Entscheidung bewusster zu treffen. Die Entscheidung selbst nimmt dein Tier dir nicht ab.
Zusammenfassung und Stichpunkte
Tierkommunikation kann dir unglaublich viele Informationen geben.
Du kannst dein Tier fragen, wie es eine Situation erlebt, welche Bedürfnisse es hat, was ihm wichtig ist oder wie sich verschiedene Möglichkeiten für dein Tier anfühlen.
Doch die Perspektive deines Tieres ist keine Handlungsanweisung.
In dieser Episode erzähle ich dir von einer grossen Entscheidung in meinem eigenen Leben. Nach zweieinhalb Jahren in Spanien wollte ich zurück in die Schweiz. Meine drei Hunde waren dagegen. Drei zu eins überstimmt.
Also blieb ich.
Ein Jahr später fragte ich sie erneut. Dieses Mal sagten alle drei Ja. Und plötzlich fügte sich auch im Aussen etwas: Obwohl mir zuvor gesagt worden war, wie schwierig es sei, in der Schweiz mit drei Hunden eine Wohnung zu finden, musste ich überhaupt keine suchen. Eine grosse Dreieinhalbzimmerwohnung mit Garten und drei willkommenen Hunden war einfach da.
Das damalige Nein meiner Hunde bedeutete möglicherweise gar nicht «Nein», sondern «Jetzt noch nicht.»
Ich erzähle aber auch von einer Situation mit einem Pferd, die zeigt, warum wir Aussagen eines Tieres nicht einfach ungeprüft in Handlungen übersetzen dürfen. Tierkommunikation ersetzt weder Sachverstand noch Erfahrung und schon gar nicht unsere Verantwortung für die Sicherheit von Mensch und Tier.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum Tiere uns Entscheidungen nicht abnehmen.
- Wie du die Perspektive deines Tieres in wichtige Entscheidungen einbeziehen kannst.
- Warum ein Nein deines Tieres auch «noch nicht» bedeuten kann.
- Weshalb eine Aussage des Tieres keine automatische Handlungsanweisung ist.
- Warum Tierkommunikation Sachverstand und Erfahrung nicht ersetzt.
- Welche Verantwortung bei uns Menschen bleibt.
- Welche Fragen du deinem Tier stellen kannst, wenn ihr vor einer gemeinsamen Entscheidung steht.
Manchmal wünschen wir uns bei schwierigen Entscheidungen vor allem eines: Sicherheit.
Wie angenehm wäre es, wenn unser Tier einfach sagen würde: «Mach Variante B.»
Doch genau das nehmen uns Tiere nicht ab.
Sie können uns helfen, mehr zu sehen. Sie können einen Blickwinkel öffnen, den wir selbst noch nicht erkannt haben. Und ihre Perspektive kann unsere Entscheidung ganz wesentlich verändern.
Das Tier entscheidet nicht für uns. Es hilft uns, bewusster zu entscheiden.
Wenn du lernen möchtest, die Perspektive deines Tieres bewusster wahrzunehmen und eure Beziehung zu vertiefen, findest du in meinem kostenlosen Kurs weitere Impulse und Übungen für euren gemeinsamen Alltag.
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Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:11: Was soll ich tun?
00:00:12: Was sagt mein Tier?
00:00:15: Diese Frage habe ich im Laufe der Jahre immer wieder gehört.
00:00:19: Und irgendwann ist mir etwas aufgefallen, sobald ich Tiere gefragt habe was ihr Mensch entscheiden soll haben sie sich gewunden.
00:00:29: Sie haben verschiedene Blickwinkel gezeigt Was sie brauchen, wie sie eine Situation erleben.
00:00:38: Aber entschieden haben Sie nie!
00:00:42: Und irgendwann habe ich gefragt Warum windet ihr euch so?
00:00:46: und die Antwort war klar Der Mensch muss die Entscheidung selbst treffen.
00:00:54: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Tierisch-Deutlich Schön dass du heute wieder dabei bist.
00:01:02: Tierkommunikation kann dir unglaublich viele Informationen geben.
00:01:07: Du kannst dein Tier fragen, wie es eine Situation erlebt – was er möchte?
00:01:12: Was ihm wichtig ist?
00:01:14: Welche Variante sich für das Tier besser anfühlt.
00:01:17: und manchmal zeigt ihr dein Tier einen Blickwinkel auf den du selbst überhaupt nicht gekommen wirst!
00:01:25: Aber eines habe ich in all den Jahren immer wieder erlebt….
00:01:30: Tiere nehmen uns keine Entscheidungen ab.
00:01:34: Und ich glaube, das ist sehr wichtig – denn manchmal möchten Menschen genau das!
00:01:41: Sie stehen vor einer schwierigen Entscheidung und sagen «Frag doch bitte mein Tier was ich tun soll».
00:01:48: Nur funktioniert Tierkommunikation für mich nicht so.
00:01:52: Das Tier kann seine Perspektive zeigen.
00:01:55: Entscheiden musst du.
00:01:57: Ich habe das schon sehr früh in meiner Arbeit festgestellt Wenn ich Tiere nach einer Entscheidung ihr das Menschen gefragt habe, bekam ich selten ein klares Mach-das oder mach-das nicht.
00:02:09: Stattdessen kamen verschiedene Aspekte – dass Tierzeite wer sich in einer Situation fühlt was ihm wichtig ist welche Auswirkungen etwas aus seiner Sicht haben könnte und ich hatte irgendwann wirklich das Gefühl sie wenden sich.
00:02:27: Also hab' ich gefragt warum windet ihr euch so?
00:02:31: und die Antwort war, der Mensch muss selbst entscheiden.
00:02:36: Und das ist für mich bis heute einer der wichtigsten Punkte in der Tierkommunikation – dass Tier darf mitreden, seine Meinung darf sogar sehr viel Gewicht haben aber die Verantwortung für die Entscheidung bleibt bei demjenigen, der sie trifft und anschließend mit den Konsequenzen lebt.
00:02:55: Es gibt eine Ausnahme am Ende seines Lebens ist.
00:03:02: Dann sollte die Entscheidung über, jetzt ist der Moment gekommen beim Tier liegen und das ist auch der einzige Moment in dem das Tier dir eine Antwort geben wird.
00:03:16: bezüglich Entscheidungen.
00:03:19: Ich habe selbst einmal eine ziemlich große Entscheidung gemeinsam mit meinen Tieren angeschaut.
00:03:25: ich habe dreieinhalb Jahre in Spanien gelebt.
00:03:28: Als ich nach Spanien gegangen bin, hatte ich dort ein Projekt geplant.
00:03:32: Es gab auch Menschen mit denen ich dieses Projekt eben zusammen umsetzen wollte und dann ist das Leben passiert!
00:03:40: Diese Menschen sind nach und nach abgestrungen und irgendwann saß ich in Spanier und musste mir überlegen was mache jetzt bleibe hier oder gehe ich wieder zurück in die Schweiz?
00:03:55: Und nach zweieinhalb Jahren war ich an dem Punkt, an dem ich dachte, ich gehe zurück.
00:04:01: Ich hatte damals drei Hunde und natürlich hätte ich einfach sagen können so Leute wir packen jetzt unsere Sachen und gehen zurück in die Schweiz!
00:04:10: Ich war der Mensch, ich hätte das entscheiden können.
00:04:14: ab für mich waren wie ein Team eine Familie.
00:04:17: also habe ich meine Hunde gefragt Wie würde dir das finden wenn wir wieder zurück die schweiz gehen?
00:04:23: Und alle drei sagten nein tja Da saß ich nun.
00:04:28: Ich wollte zurück, drei Hunde wollten bleiben!
00:04:32: Drei zu eins überstimmt Und ich habe mich entschieden, jeder Meinung ernstzunehmen.
00:04:38: Also sind wir geblieben.
00:04:40: Wichtig ist mir dabei Meine Hunde haben nicht für mich entschieden – ich habe entschieden Ich hätte jeder dreineins einfach auch ignorieren können.
00:04:49: Ich hätte alles zusammenpacken und zurückfahren können Aber ich habe mich entschieden, in der Perspektive in meine Entscheidung einzubeziehen.
00:04:58: Und im Nachhinein war das eine sehr gute Entscheidung!
00:05:03: In diesem zusätzlichen Jahr in Spanien habe ich unglaublich viel innere Arbeit gemacht – Arbeit die ich wahrscheinlich nicht gemacht hätte wenn ich damals sofort in die Schweiz zurückgegangen wäre.
00:05:17: Ungefähr ein Jahr später war ich dann wieder an dem Punkt und sagte zu meinen Hunden also Leute Jetzt geht's für mich wirklich nicht mehr.
00:05:26: Wie sieht es denn jetzt bei euch aus?
00:05:29: Und diesmal sagten alle drei Ja, das fand ich schon sehr spannend!
00:05:35: Ein Jahr vorher dreimal Nein, jetzt dreimal Ja und dann kam noch etwas dazu.
00:05:42: Ich hatte damals einer oder zwei Personen gegenüber erwähnt gehabt dass ich möglicherweise wieder in die Schweiz kommen möchte und ich bekam ziemlich schnell die Rückmeldung.
00:05:53: Also im Moment ist es extrem schwierig eine Wohnung zu finden, vor allem mit Tieren.
00:05:59: Tja und ich hatte drei Hunde!
00:06:02: Ein Jahr später musste ich überhaupt keine Wohnung suchen.
00:06:06: Ich erzählte einer Kundin das ich zurück in die Schweiz kommen wollte Und sie sagte mir ihr Mieter zieht aus Sie hat ja eine große dreieinhalb Zimmerwohnung.
00:06:17: Das Wohnzimmer war ungefähr vierzig Quadratmeter groß Es gab Zugang zum Garten und meine drei Hunden Warn willkommen.
00:06:25: Also musste ich nicht suchen, die Wohnung war einfach da!
00:06:30: Ein Jahr vorher wäre sie nicht zur Verfügung gestanden und deshalb denke ich heute dass nein meine Hunde bedeutete möglicherweise gar nicht.
00:06:39: wir wollen niemals zurück in die Schweiz.
00:06:42: es bedeutet einfach jetzt doch nicht.
00:06:45: Und genau das meine ich wenn ich sage ein Tier kann dir eine Perspektive zeigen die du selbst noch gar nichts siehst.
00:06:53: Es kann dir zeigen, schau nochmal hin.
00:06:56: Da gibt's noch etwas!
00:06:58: Aber die Entscheidung bleibt trotzdem bei dir und jetzt kommt es die andere Seite Denn genauso wichtig wie die Meinung des Tieres ernst zu nehmen ist das sie richtig einzuordnen.
00:07:13: Ich erinnere mich an eine Situation in einem fortgeschrittenen Tier-Kommunikationskurs.
00:07:19: Eine Teilnehmerin erzählte mir von einer Kommunikation mit einem Pferd.
00:07:24: Das Pferd hatte ihr gesagt, dass es nichts im Maul haben möchte.
00:07:29: Und die Teilnehmerin gab das an die Pferdehalterin weiter mit der Aussage, das Pferdd möchte keine Trense mehr!
00:07:37: Sie soll nur noch mit Halfter ausreiten und bei mir kingen sämtliche Alarmglocken los.
00:07:43: Ich fragte meine Kursteilnehmerinnen wie viel verstehst du von Pferden?
00:07:47: Und sie sagte gar nicht.
00:07:50: Und genau da liegt das Problem... Dass ein Pferd sagt, ich möchte nichts mehr im Maul haben, kann ich absolut nachvollziehen.
00:07:59: Aber daraus kannst du nicht automatisch ableiten?
00:08:02: Dann reiten wir am Morgen nur noch mit Halfter aus!
00:08:06: Du musst dir die ganze Situation anschauen – wo lebt dieses Pferdd?
00:08:10: Wie ist seine Persönlichkeit?
00:08:13: Ist es schreckhaft?
00:08:14: Wie gut ist das ausgebildet?
00:08:16: Wie sicher ist der Reiter?
00:08:18: Wo wird geritten?
00:08:20: Was passiert wenn das Pferrd
00:08:21: erschreckt?!
00:08:22: Das Pferd ist ein Fluchttier und das Wichtigste ist immer, immer die Sicherheit.
00:08:31: Die Sicherheit des Menschen und der Sicherheit des Tiers.
00:08:35: Das ist etwas, was ich in der Tierkommunikation enorm wichtig finde.
00:08:41: Eine Information vom Tier ist eine Information.
00:08:45: sie ist nicht automatisch eine Handlungsanweisung.
00:08:50: Wenn mir ein Pferd sagt, ich möchte nichts im Maul haben, dann nehme ich diese Aussage ernst.
00:08:56: Und dann schaue ich, warum möchte es das nicht?
00:08:58: Gibt es Schmerzen?
00:09:00: Passt die Ausrüstung nicht?
00:09:02: Gibt es eine andere Möglichkeit?
00:09:04: Kann man etwas verändern?
00:09:06: Aber ich sage da nicht einfach, dass Pferdd hat gesagt, er möchte, dass es nicht mehr etwas in den Maul hat.
00:09:12: also machen wir das auch morgen anders!
00:09:15: Denn Tiere leben mit uns in einem menschlichen Welt.
00:09:19: Es gibt Dinge in unserer Welt, deren ganze Konsequenzen sie nicht überblicken können.
00:09:25: Und genau deshalb tragen wir Menschen die Verantwortung.
00:09:30: Tierkommunikation ersetzt keinen Sachverstand Sie ersetzt keine Erfahrung und sie ersetzt vor allem nicht die Verantwortung für Sicherheit.
00:09:41: Natürlich trägt auch das Tier Verantwortung.
00:09:43: es trägt Verantwortung für sich selbst und für sein Leben für seine Entscheidungen innerhalb dessen, was sie möglich ist.
00:09:52: Aber wenn Menschen und Tier gemeinsam leben gibt es Bereiche in denen wir als Mensch Verantwortung übernehmen müssen Und diese Verantwortung können wir nicht an das Tier weitergeben indem ihr sagen du hast es so gewollt.
00:10:06: Das finde ich einen ganz wichtigen Unterschied.
00:10:09: Ich kann man hier fragen!
00:10:11: Ich kann seine Meinung einholen?
00:10:13: Ich kann diese Meinung sehr ernst
00:10:14: nehmen?!
00:10:17: Wie damals in Spanien bewusst für etwas entscheiden, gegen meinen ursprünglichen Plan zu handeln.
00:10:24: Weil meine Tiere etwas anders sagen.
00:10:26: Aber am Ende ist es immer noch meine Entscheidung und damit auch meine Verantwortung.
00:10:33: Ich glaube manchmal steckt hinter der Frage Was sagt mein Tier?
00:10:37: Was soll ich tun?
00:10:38: Noch etwas anderes Wir wünschen uns Sicherheit!
00:10:43: Wir möchten wissen was ist richtig und was ist falsch.
00:10:47: Wir möchten möglichst keine Entscheidung treffen, die wir späte bereuen.
00:10:51: Und wie angenehm wäre es da wenn das Tier einfach sagen würde nach Variante B?
00:10:58: Dann könnten wir sagen mein Tier wollte es so!
00:11:02: Nur genau das nehmen uns die Tiere nicht ab.
00:11:05: Sie können uns helfen mehr zu sehen sie können einen Blickwinkel öffnen sie können ihre Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken Aber am Ende müssen wir mit all diesen Informationen das tun, was zu unserer Verantwortung gehört.
00:11:22: Entscheiden.
00:11:23: Wenn du gerade vor einer Entscheidung stehst, die auch dein Tier betrifft, dann frag nicht dein Tier, was soll ich tun?
00:11:30: Frag konkreter!
00:11:32: Wie geht es dir mit dieser Möglichkeit?
00:11:34: Was wäre dir wichtig?
00:11:36: Was brauchst du in dieser Situation?
00:11:39: Was macht ihr Sorgen?
00:11:41: Wie würde sich diese Veränderung für dich anfühlen?
00:11:45: Samle die Perspektive deines Tieres und dann leg sie zu all den anderen Informationen, die du hast.
00:11:52: Zu deinem Wissen, zu deiner Erfahrung, dem praktischen Umständen, zu der eigenen Wahrnehmung – und dann treff deine Entscheidung!
00:12:03: Lass uns das mal zusammenfassen.
00:12:05: Tiere nehmen uns keine Entscheidungen ab.
00:12:09: Sie können uns ihre Perspektiven zeigen.
00:12:11: Sie können sagen, was sie möchten und was die brauchen.
00:12:15: Sie können uns auf etwas Aufmerksam machen das wir selbst noch nicht gesehen haben Und manchmal kann ihre Sicht unsere Entscheidung sogar ganz wesentlich verändern.
00:12:25: Aber wie?
00:12:26: Verantwortung bleibt bei uns.
00:12:29: Tierkommunikation erweit den Blick.
00:12:32: Sie ersetzt wird als Dachverstand noch Verantwortung Und gerade deshalb ist sie so wertvoll Denn dass Tier entscheidet nicht für uns.
00:12:41: Es hilft uns, bewusster zu entscheiden.
00:12:45: Je besser wir lernen die Perspektive unseres Tieres wahrzunehmen desto mehr Informationen haben wir wenn wir gemeinsame Entscheidungen treffen und gleichzeitig lernen wir unser Tier ernst zu nehmen ohne ihm eine Verantwortung zu übertragen, die gar nicht bei ihm liegt.
00:13:02: Genau deshalb habe ich den kostenlosen Kurs Harmonische Beziehung zu deinen Tieren stellt.
00:13:07: Den findest du unter harmonischebeziehung.com Und nun wünsche ich dir viel Freude beim
00:13:31: Entdecken.
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