028 Denkst du noch oder nimmst du schon wahr?

Shownotes

Denkst du noch oder nimmst du schon wahr?

Shownotes

„Ist das jetzt von mir oder vom Tier?“

Diese Frage höre ich in meinen Kursen zur Tierkommunikation immer wieder.

Und meine Antwort überrascht viele Menschen:

Es ist alles von dir.

Denn du bist diejenige oder derjenige, die wahrnimmt, übersetzt und dem Ganzen Worte gibt. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht: „Ist das von mir oder vom Tier?“ Sondern: „Wie viel habe ich verstanden?“

In dieser Episode spreche ich darüber, wie Wahrnehmung funktioniert, warum unser Kopf so gerne Lücken füllt und wie wir lernen können, zwischen Wahrnehmen und Interpretieren zu unterscheiden.

Zusammenfassung und Stichpunkte

Warum zweifeln so viele Menschen an ihrer Wahrnehmung?

Oft nicht, weil sie nichts wahrnehmen – sondern weil der Kopf sofort beginnt, aus einzelnen Informationen eine ganze Geschichte zu machen.

In dieser Episode erkläre ich anhand eines einfachen Mandarin-Beispiels, weshalb wir Informationen häufig ergänzen, ohne es überhaupt zu merken. Ausserdem erfährst du, warum ich in meinen Kursen nie frage, ob eine Wahrnehmung «vom Tier» oder «von dir» stammt, sondern wie viel davon bereits verstanden wurde.

Ein weiteres Bild begleitet mich seit vielen Jahren: der kleine Clown in der Schachtel, den ich von meinem Tiermentor Spot bekommen habe. Er hilft dabei, den Unterschied zwischen Herz und Kopf auf eine spielerische Weise bewusst zu machen.

In dieser Episode erfährst du:

  • Warum die Frage «Ist das von mir oder vom Tier?» in die Irre führt.
  • Weshalb unser Kopf automatisch Lücken mit eigenen Geschichten füllt.
  • Wie Wahrnehmung, Denken und Interpretation zusammenarbeiten.
  • Warum Herz und Kopf unterschiedliche Aufgaben haben.
  • Wie dir der «Clown in der Schachtel» helfen kann, schneller in deine Wahrnehmung zurückzufinden.

Je bewusster du erkennst, wann du wahrnimmst und wann dein Kopf ergänzt, desto klarer und entspannter wird auch die Kommunikation mit deinem Tier.

Wenn du deine Wahrnehmung Schritt für Schritt vertiefen und dein Tier noch besser verstehen möchtest, findest du in meinem kostenlosen Kurs viele praktische Impulse und Übungen für euren gemeinsamen Alltag.


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Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:11: Ist das jetzt von mir oder vom Tier?

00:00:14: Diese Frage wird mir in meinen Kursen zur Tierkommunikation immer wieder gestellt.

00:00:20: Und meine Antwort ist jedes Mal dieselbe Es ist alles von dir Denn du bist diejenige, der wahrnimmt.

00:00:28: Du übersetzt alles was bei dir ankommt.

00:00:31: Du gibst den ganzen Worte Bilder und Bedeutung.

00:00:35: Die Frage, ist das von mir oder vom Tier, ist deshalb die falsche Frage.

00:00:40: Die richtige Frage lautet – wie viel habe ich verstanden?

00:00:44: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Tierensteutlich!

00:00:48: Schön dass du heute wieder dabei bist.

00:00:51: Heute geht es um den Unterschied zwischen Denken, Interpretieren und Wahrnehmen.

00:00:56: Und es geht darum was in uns passiert wenn wir etwas wahrnehmen aber noch nicht alles verstehen.

00:01:03: Genau an dieser Stelle springt nämlich sehr schnell der Kopf ein.

00:01:07: Er möchte Erklärungen, er möchte Zusammenhänge herstellen ,er möchte wissen was da gerade passiert und weil er Lücken überhaupt nicht mag fängt er an diese Lücken zu füllen.

00:01:18: Das ist im Alltag hilfreich!

00:01:20: In der Tierkommunikation kann es allerdings dazu führen dass wir aus wenigen Informationen eine ganze Geschichte machen und diese Geschichte anschließend für die Wahrnehmung halten.

00:01:32: Ich erkläre das in meinen Kursen gerne mit einer Geschichte.

00:01:36: Stell dir einmal vor, wir fangen an Mandarin zu lernen und dafür gehen wir zum Chinesen nicht um chinesisch zu essen sondern um Mandarin zu lernen.

00:01:46: Nach zwei oder drei Wochen kommt jemand aus der Gruppe uns sagt hey da gibt es einen Spezialflug nach Beijing.

00:01:53: Komm lass uns doch nach Beijing fliegen.

00:01:55: Also fliegen wie alle nach Beijing.

00:01:58: Am Flughafen sehen wir zwei Chinesen vor einem Restaurant miteinander kommunizieren.

00:02:04: Und wir sagen uns, hey lass uns mal schauen was wir verstehen!

00:02:07: Wir hören also zu und verstehen genau drei Worte.

00:02:12: Restaurant Essen Gut Mehr verstehen wir nicht.

00:02:17: Jetzt fangen wir an zu interpretieren.

00:02:19: Wir schauen uns die Umgebung an.

00:02:21: wo stehen beide?

00:02:23: Wie ist der Austausch zwischen ihnen?

00:02:26: Sind Sie freundlich miteinander?

00:02:27: Sind sie aufgeregt?

00:02:29: Zeigen Sie auf das Restaurant.

00:02:31: Wie klingt Ihre Stimme, was macht Ihre Körpersprache... Wir nehmen all diese Dinge dazu und kommen dann irgendwann zum Schluss!

00:02:41: In diesem Restaurant muss man gut essen können.

00:02:43: Was klingt für uns

00:02:45: logisch?!

00:02:46: Wir haben ja die Worte Restaurant-Essen und Gutverstanden Und die beiden entstehen direkt vor einem Restaurant.

00:02:52: Also wird es wohl darum gehen dass man dort gut essen kann.

00:02:57: Dann fliegen wir nach Hause und gehen ein Jahr lang weiter in unseren Mandarin-Kurs.

00:03:02: Ein Jahr später fliegen Wir erneut nach Beijing, und dort treffen wir wieder auf die genau gleiche Szene!

00:03:09: Die beiden Chinesen stehen vor dem gleichen Restaurant und führen genau das gleiche Gespräch.

00:03:15: Was glaubst du?

00:03:16: Verstehst Du nach diesem Jahr mehr oder weniger?

00:03:21: Na ja natürlich verstehst Du mehr.

00:03:24: Und plötzlich hören wir dass der eine Chinese eine Tochter hat die in ein paar Wochen heiraten wird.

00:03:30: Er ist immer noch auf der Suche nach einem Restaurant, in dem man gut essen kann weil dort die Hochzeitsfeier stattfinden soll.

00:03:38: Hm, gleich Situation, gleiches Gespräch und wir verstehen etwas Vollkommen anderes.

00:03:46: Beim ersten Mal lagen wir mit unserer Geschichte komplett daneben.

00:03:51: Wir hatten drei Worte verstanden Und der Kopf hat den ganzen Rest ergänzt.

00:03:59: wahrnehmen konnten aus der Umgebung, aus unserem eigenen Erfahrung eine Geschichte gebaut.

00:04:05: Die Schlüssig geklungen hat!

00:04:07: Und beim zweiten Besuch verstehen wir viel mehr von der Sprache.

00:04:11: dadurch gibt es weniger Lücken die der Kopf auffüllen muss.

00:04:16: und genau das passiert auch bei der Tierkommunikation.

00:04:20: Wir nehmen etwas wahr Ein Bild ein Gefühl ein Wort Eine körperliche Empfindung oder eine Stimmung und manchmal kommt eine Information ganz klar und unmittelbar.

00:04:31: Und manchmal bekommen wir Bruchstücke, und sobald diese Bruchsstücke da sind beginnt der Kopf etwas daraus zu machen.

00:04:38: Er verbindet sie mit Dingen die wir schon kennen.

00:04:40: Er greift auf unsere Erfahrungen zurück, er sucht eine Erklärung – und plötzlich haben wir eine komplette Geschichte!

00:04:48: Darum sage ich in meinen Kursen zur Tierkommunikation immer wieder «die Frage ist das vom Tier oder ist das von mir?».

00:04:55: Bring dich nicht weiter….

00:04:56: es ist alles von dir Denn die Information kommt durch dich.

00:05:01: Du nimmst sie wahr, du übersetzt sie und formulierst sie!

00:05:05: Und natürlich fließen dabei deine Erfahrungen, deine Bilder, deine Sprache und dein Verständnis mit ein.

00:05:11: Das heißt nicht dass kein Tiergespräch stattgefunden hat.

00:05:15: Es heißt auch nicht das die Wahrnehmung wertlos ist.

00:05:18: Es heisst dass du dir bewusst machen darfst wie Wahrnehnung funktioniert.

00:05:23: Die Frage lautet Wie viel habe ich verstanden?

00:05:27: habe ich zehn Prozent verstanden, dreißig, fünfzig oder neunzig.

00:05:32: Und hundert Prozent wirst du sowieso nie verstehen und niemand wird dich jemals zu Hundert Prozent verstehen weil wir sind alle Individuen!

00:05:42: Und jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine eigene Wahrnehmung und seine eigene Art sich auszudrücken.

00:05:49: Bei Tieren ist das genauso.

00:05:51: ein gewisser Prozentsatz bleibt immer Individualität.

00:05:55: Das ist kein Fehler in der Tierkommunikation, das gehört zu jeder Form von Kommunikation.

00:06:01: Auch wenn zwei Menschen dieselbe Sprache sprechen können sie sich nichts verstehen.

00:06:07: Ein Satz wird gesagt und beim anderen kommt etwas komplett anders an.

00:06:13: Der eine meinte etwas freundlich, der andere hört Kritik, der eine erzählt von einer Erfahrung, der Andere bezieht sie sofort auch sich.

00:06:22: Wir übersetzen ständig und wir interpretieren ständig.

00:06:26: In Tiergesprächen wird uns dieser Vorgang nur viel bewusster, weil wir keine gemeinsame Lautsprache haben an der wir uns festhalten können.

00:06:36: Je mehr Erfahrung du in der Tierkommunikation sammelst desto mehr lernst du diese Unterschiede zu kennen.

00:06:43: Du merkst mit der Zeit schneller was unmittelbar gekommen ist und du merkst auch schneller an welcher Stelle dein Kopf angefangen hat Lücken zu füllen.

00:06:54: Und das bedeutet nicht dass der Kopf schlecht ist.

00:06:56: Wir brauchen ihn.

00:06:58: Er hilft uns Dinge einzuordnen, Zusammenhänge zu erkennen und Informationen in Worte zu bringen.

00:07:05: Der Kopf hat allerdings einen Willen!

00:07:07: Er will verstehen – er will eine Antwort und er will Sicherheit.

00:07:12: Und wenn er diese Sicherheit nicht bekommt, setzt er seinen Willen häufig durch.

00:07:17: Dann wird er laut.

00:07:18: Er analysiert, bewertet, zweifelt und erklärt.

00:07:22: Und irgendwann hören wir diese Leiserer Wahrnehmung kam noch.

00:07:27: Das Herz hat diesen Willen nicht, das Herz versucht nichts durchzusetzen – es nimmt wahr!

00:07:35: Und wenn Kopf und Herz miteinander in Verbindung sind können beide ihre Aufgaben erfüllen.

00:07:42: Das Herzen nimmt auf und war und der Kopf hilft bei der Übersetzung.

00:07:47: Schwierig wird es in dem Moment, indem der Kopf die Führung komplett übernimmt und aus jeder kleinen Wahrnehmung sofort eine fertige Geschichte macht.

00:07:57: Genau dazu kommt in meinen Kursen oft auch die nächste Frage, was mache ich wenn ich merke dass ich im Kopf bin?

00:08:06: Dazu habe ich ein Bild das sich von meinem Tier-Mentor Spot bekommen habe.

00:08:11: Stell dir vor du hast in deinem Herzen eine kleine Schachtel Und in dieser Schachteln befindet sich eine Sprungfeder und oben an der Sprungfedern ist ein Clownkopf.

00:08:22: Du kennst wahrscheinlich diese kleinen Schachteln, bei denen man wenn man den Deckel öffnet dann springt die Feder hoch und der Clown springt nach oben.

00:08:30: Stell dir also vor genauso eine Schachtel befindet sich in deinem Herzen.

00:08:35: Solange der Deckel geschlossen ist, ist der Cloun unten und du bist im Herzen!

00:08:40: Und in dem Moment in den du komplett in den Kopf gehst geht der Decke ab und die Feder springt hoch.

00:08:46: Der Clown steckt dann oben in deinen Kopf und dort beginnt er zu reden.

00:08:51: Das kann doch gar nicht sein, du hast dir das ausgedacht.

00:08:54: Woher willst du das wissen?

00:08:55: Das ergibt keinen Sinn und bestimmt war das nur Zufall!

00:08:59: Der Clown redet und redet...und redet.

00:09:01: Und was machst Du jetzt?

00:09:03: Du nimmst den Kopf, das Clown drückst ihn wieder nach unten in die Schachtel und setzt ein Deckel drauf.

00:09:09: Das ist alles.

00:09:11: Du musst keine komplizierte Übungen machen.

00:09:13: Du muss dich auch nicht stundenlang hinsetzen versuchen keine Gedanken mehr zu haben.

00:09:17: Du bemerkst dass der Clown im Kopf ist Und dann drückst du ihn zurück in die Schachtel, Deckel drauf und damit bist Du wieder im Herzen.

00:09:26: Wieder in der Wahrnehmung!

00:09:28: Man kann sich das sofort gut vorstellen und oft reicht genau dieses Bild um den eigenen Fokus zu verändern.

00:09:37: Achte in den nächsten Tagen einmal darauf wann aus Deiner Wahrnehnung eine Geschichte wird.

00:09:42: Nimm dafür eine ganz einfache Situation mit deinem Tier zum Beispiel dein Hund schaut plötzlich zur Tür oder dein Pferd bleibt stehen, oder vielleicht verlässt deine Katze den Raum.

00:09:55: Bleibt zuerst bei dem was du wirklich wahrgenommen hast.

00:09:59: Der Hund schaut zur Tür das Pferde bleibt stehen die Katze verlässte den Raum und dann beobacht er was deinen Kopf daraus macht.

00:10:09: Oh!

00:10:09: Er will raus.

00:10:11: Ah sie hat Angst.

00:10:13: Hmm...er ist beleidigt.

00:10:15: Ha!

00:10:16: Sie mag die Situation nicht Hm, das stimmt etwas nicht.

00:10:21: Du musst diese Gedanke nicht wegschieben, schau einfach an, an welcher Stelle die Wahrnehmung endet und die Interpretation beginnt!

00:10:28: Und falls der Clown dabei aus deiner Schachtel springt weißt du jetzt inzwischen was du tun kannst?

00:10:35: Lass uns das mal zusammenfassen.

00:10:38: Wahrnehmen denken und interpretieren gehören zusammen.

00:10:42: Die Wahrnehnung liefert uns Informationen ordnet sie ein und füllt die Lücken.

00:10:48: Und je weniger wir verstehen, umso größer sind diese Lücken!

00:10:52: Darum ist die Frage – Ist das von mir oder vom Tier die falsche Frage?

00:10:57: Es ist alles von dir, weil jede Information durch dich wahrgenommen und übersetzt wird.

00:11:03: Die hilfreiche Frage lautet «Wie viel habe ich verstanden?».

00:11:07: Mit jedem Tiergespräch jeder Erfahrung und mit jedem Kurs kann dieses Verständnis wachsen so wie beim Mandarin Je besser du erkennst, wann du wahrnimmst und wann dein Kopf daraus eine Geschichte macht, desto klarer wird auch die Kommunikation mit deinem Tier.

00:11:24: Du gehst offener in den Kontakt – du hörst genauer hin!

00:11:28: Und du lässt Raum für das was dein Tier dir tatsächlich zeigen möchte.

00:11:33: Genau deshalb habe ich den kostenlosen Kurs Harmonische Beziehung zu deinen Tieren erstellt.

00:11:38: Dort bekommst du weitere Impulse, die dir helfen, dein Tier besser zu verstehen bewusster wahrzunehmen.

00:11:47: Du findest den Kurs unter harmonischebeziehung.com.

00:11:51: Und nun wünsche ich dir viel Freude dabei, deine Wahrnehmung zu beobachten und deinen Clown wieder in die Schachtel zurückzudrücken wenn er sich das nächste Mal in Kopf breit macht!

00:12:14: Denn nur im Moment findet das Leben statt.

00:12:16: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

00:12:19: Tschüss.

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