015 Bist du anwesend oder nur da?
Shownotes
Bist du anwesend oder nur da? – Shownotes
Warum dein Tier sofort merkt, ob du wirklich präsent bist
Bist du wirklich bei deinem Tier – oder nur körperlich anwesend?
Unsere Tiere nehmen viel mehr wahr, als uns oft bewusst ist. Sie spüren, ob unsere Aufmerksamkeit wirklich bei ihnen ist oder ob unsere Gedanken noch bei der Arbeit, der Einkaufsliste oder den Sorgen des Tages hängen.
In dieser Episode erzähle ich dir von berührenden Begegnungen mit meinem Pferd Ljomi und einer Katze, die ihrem Menschen auf ganz besondere Weise zeigte, wann er gedanklich «verschwand». Ausserdem erfährst du, warum Tiere so selbstverständlich im Hier und Jetzt leben und weshalb wir Menschen gar nicht perfekt achtsam sein müssen – sondern nur immer wieder bewusst zurückkehren dürfen.
Zusammenfassung und Stichpunkte
Präsenz bedeutet weit mehr, als nur am selben Ort zu sein. Unsere Tiere unterscheiden erstaunlich fein zwischen körperlicher Anwesenheit und echter Aufmerksamkeit. Sie spüren sofort, ob wir ihnen wirklich begegnen oder ob wir nur mechanisch funktionieren.
In dieser Episode erfährst du, weshalb Tiere aufgrund ihres Überlebensinstinkts so stark im gegenwärtigen Moment leben und warum genau das eine ihrer grössten Stärken ist. Gleichzeitig zeige ich dir, weshalb es gar nicht darum geht, ständig im Hier und Jetzt zu bleiben, sondern liebevoll immer wieder dorthin zurückzufinden.
Mit der kleinen Übung «Welcome back» erhältst du ein einfaches Werkzeug, das dir dabei hilft, deine Aufmerksamkeit immer wieder bewusst in den Moment zurückzuholen.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum dein Tier sofort bemerkt, ob du wirklich präsent bist.
- Was mir mein Pferd Ljomi über Aufmerksamkeit beigebracht hat.
- Weshalb eine Katze ihren Menschen beim Streicheln immer wieder «zurückholte».
- Warum Tiere so selbstverständlich im Hier und Jetzt leben.
- Wie dir die einfache Übung «Welcome back» hilft, immer wieder bewusst im Moment anzukommen.
Unsere Gedanken dürfen abschweifen – das gehört zum Menschsein. Entscheidend ist nicht, niemals den Fokus zu verlieren, sondern immer wieder liebevoll zurückzukehren. Genau dabei können unsere Tiere zu wunderbaren Lehrern werden.
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Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:11: Bist du wirklich da?
00:00:13: Oder bist Du gerade nur körperlich anwesend?
00:00:16: Ich glaube, genau darin liegt einer der größten Unterschiede zwischen uns Menschen und unseren Tieren.
00:00:23: Und genau darüber möchte ich heute mit Dir sprechen!
00:00:26: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Tierisch-Teutelich.
00:00:30: Schön, dass Du heute wieder dabei bist.
00:00:33: Heute geht es um das hier und jetzt.
00:00:36: Wahrscheinlich jedoch anders als du denkst, denn ich möchte dir keine Aufmerksamkeit zur Übung zeigen.
00:00:43: Ich möchte dir zeigen was mir meine Tiere über Präsenz beigetragt haben.
00:00:49: Und ich möchte eine Geschichte von meinem Pferd Lyomi erzählen.
00:00:55: Damals wusste ich noch überhaupt nichts von Tierkommunikation.
00:00:59: Ich arbeitete ganz normal im Büro Und nach Feierabend wurde ich jeweils zu meinem Pferd Lyomi.
00:01:05: Irgendwann einmal fiel mir etwas Merkwürdiges auf, an manchen Tagen boxte mich Lyomi mit seiner Nase mitten in die Magengrube und glaubt mir das tat richtig weh!
00:01:18: An anderen Tagen machte er das überhaupt nicht.
00:01:22: also begann ich es zu beobachten und irgendwann merkte ich dass er mich immer dann boxte wenn ich zwar körperlich im Stall war, mit meinen Gedanken aber immer noch in Büro.
00:01:35: Kurze Zeit später lernte ich die Tierkommunikation kennen und natürlich stellte ich ihm diese Frage.
00:01:42: Warum machst du das?
00:01:45: Und seine Antwort werde ich nie vergessen!
00:01:47: Er sagte nämlich Wenn Du zu mir kommst dann lass den Müll im Büro.
00:01:53: Ich möchte nicht den ganzen Müllen des Tages mittragen.
00:01:57: wenn Du bei mir bist dann sei bei mir.
00:02:00: Das hat mich damals tief berührt.
00:02:04: Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich zwar körperlich bei meinem Pferd war mit meiner Aufmerksamkeit aber ganz woanders.
00:02:13: Viele Jahre später hatte ich ein Gespräch mit einer Katze.
00:02:18: Ihr Mensch rief mich an weil die Katze plötzlich beim Streicheln kratzte!
00:02:23: Nicht immer, aber immer wieder und er verstand überhaupt nicht.
00:02:27: deshalb also führte sich ein Gespräche mit der Katze Und ihre Antwort?
00:02:32: Na ja, die war ziemlich klar.
00:02:35: Sie sagte nämlich, mein Mensch ist plötzlich abwesend!
00:02:39: Er streicht mich zwar weiter aber die Bewegungen werden plötzlich monoton.
00:02:46: Dann ist er mit seinen Gedanken irgendwo anders und wenn mein Mensch sich mit mir beschäftigt dann möchte ich dass er wirklich bei mir ist.
00:03:00: Ja, als ich das dem Menschen erzählt habe musste er lachen.
00:03:05: Weil er nämlich sagte ja sie hat recht!
00:03:08: Immer dann wenn seine Gedanken abschweiften streichelte er einfach mechanisch weiter und die Lösung zu diesem Problem war ganz einfach sobald er merkte dass er gedanklich abdriftete werde er auf die Katze zu streicheln oder er kann mit seiner Aufmerksamkeit wieder zurück Denn so musste in die Katze nicht mehr zurückholen.
00:03:35: Und diese beiden Geschichten haben mir etwas ganz Wichtiges gezeigt.
00:03:40: Unsere Tiere merken sofort, ob wir wirklich da sind oder nur körperlich anwesend.
00:03:47: Irgendwann stellt es sich mir aber eine ganz andere Frage.
00:03:51: Warum leben Tiere eigentlich so selbstverständlich im Hier und Jetzt?
00:03:58: Und die Antwort ist im Prinzip ganz einfach, weil ihr über Leben davon abhängt.
00:04:05: Schau einmal uns Menschen an!
00:04:07: Zumindest wir hier in unseren Breitengraden leben ein ziemlich sicheres Leben.
00:04:14: Wenn ich morgens aus dem Haus gehe dann gehe ich ganz selbstverständlich davon aus dass ich am Abend auch wieder nach Hause komme.
00:04:24: Ich muss nicht ständig meine Umgebung beobachten dauernd überlegen, ob irgendwo Gefahr droht.
00:04:32: Deshalb können wir es uns leisten mit unseren Gedanken bei Gästen zu sein, beim Morgen oder bei der Arbeit.
00:04:41: Es gibt jedoch Orte auf dieser Welt in denen ist das ganz anders.
00:04:46: Dort wissen Menschen manchmal nicht, ob sie am Abend überhaupt wieder nach Hause kommen.
00:04:52: dort ist die Aufmerksamkeit überlebenswichtig und genau daran muss sich denken als ich einmal bei einer Kollegin in Madrid war.
00:05:03: Sie war ursprünglich aus Kolumbien und ist in Kolumbian aufgewachsen.
00:05:08: Wir standen gemeinsam an einer Bushaltestelle, und plötzlich wurde sie unruhig.
00:05:13: Sie sagte dann zu mir, schau mal ganz unauffällig auf die andere Straßenseite!
00:05:20: Ja, dort standen zwei junge Männer – und ganz ehrlich?
00:05:25: Ich sah überhaupt nichts Auffälliges.
00:05:28: Sie aber schon….
00:05:29: Anschließend erklärte sie mir, welche kleinen Dinge ihr aufgefallen waren.
00:05:35: Und plötzlich verstand ich!
00:05:38: Sie hatte in Kolumbien gelernt, ihre Umgebung ständig wahrzunehmen – nicht weil sie ängstlich war sondern weil Aufmerksamkeit dort überlebenswichtig sein kann.
00:05:50: Und obwohl sie schon lange Zeit in Madrid lebte, war diese Fähigkeit noch da und genauso ist es auch bei unseren Tieren.
00:05:58: Sie leben in unserer Welt.
00:06:01: In einer Welt, die für uns selbstverständlich ist.
00:06:05: Für unsere Tiere ist sie das nicht.
00:06:10: Es gibt unglaubliche Dinge, die sie nicht verstehen Nicht weil sie dumm sind.
00:06:16: Ihnen fehlt schlicht das Verständnis für viele Abläufe Regeln und Gefahrer unserer menschlichen Welt.
00:06:24: Wie soll ein Tier wissen dass es sicher ist wenn es gar nicht versteht was gerade passiert?
00:06:30: Wie soll es wissen, dass ein Auto auf der Straße gefährlich ist?
00:06:35: Wie soll's verstehen warum plötzlich ein lautes Geräuschen steht oder warum ein Mensch verschwindet und erst Stunden später wiederkommt.
00:06:45: Warum sich Türen öffnen und schließen.
00:06:48: Warum wir Dinge tun die aus Sicht des Tieres überhaupt keinen Sinn ergeben!
00:06:54: Unsere Tiere können nie hundertprozentig wissen ob sie in unserer Welt sicher sind.
00:07:01: Und genau deshalb bleiben Sie aufmerksam, Sie beobachten, Sie hören, riechen, überprüfen Ihre Umgebung immer wieder und Ihr Überlebensinstinkt sagt Ihnen bleibt im Moment!
00:07:18: Nimm wahr was gerade geschieht denn nur so kannst du einschätzen ob Du sicher bist.
00:07:25: zeigen mir meine Tiere auf sehr humorvollerweise wie unterschiedlich unsere Wahrnehmung tatsächlich ist.
00:07:33: Mein Hund Nebo hat mir nämlich einmal gesagt, ich frage mich wirklich, wie die Menschheit mit diesem Riechorgan überhaupt so lange überleben konnte?
00:07:42: Ihr bekommt ja nicht einmal die Hälfte von dem mit was um euch herum passiert!
00:07:49: Ich musste lachen aber aus seiner Sicht hatte er vollkommen recht.
00:07:55: Für Nebo war der Geruch einer der wichtigsten in Formationsquellen überhaupt.
00:08:02: Er konnte über seine Nase Dinge wahrnehmen, von denen ich überhaupt keine Ahnung hatte!
00:08:08: Für meine menschliche Welt ist mein Riechorgan ausreichend.
00:08:13: In seiner Welt werde ich damit völlig aufgeschmissen und genau darin liegt der Unterschied.
00:08:19: Unsere Tiere leben in unserer Welt.
00:08:23: Sie verstehen vieles davon nicht Und deshalb müssen sie viel stärker im Moment bleiben und ihre Umgebung ständig wahrnehmen.
00:08:32: Und es geht gar nicht darum, möglichst lange im Hier-und Jetzt zu sein!
00:08:37: Ich glaube genau hier machen viele Menschen einen Denkfehler.
00:08:42: Früher dachte ich nämlich auch – ich müsste möglichst lange Im Hier- und Jetzt bleiben.
00:08:48: Und jedes Mal wenn ich merkte dass meine Gedanken schon wieder irgendwo anders waren, hatte ich das Gefühl, ich hätte versagt... Heute sehe ich das völlig anders.
00:08:59: Es geht gar nicht darum, möglichst lange ihm hier und jetzt zu sein!
00:09:04: Es geht darum immer wieder zurückzukommen – und das sind zwei völlig verschiedene Ansätze.
00:09:11: Wir Menschen denken voraus, wir planen, wir erinnern uns… Und das gehört zu unserem Menschsein.
00:09:20: Entscheidend ist nur dass wir merken wenn wir gerade wieder abgedriftet sind.
00:09:26: Ich möchte dir eine kleine Übung mitgeben.
00:09:29: Jedes Mal, wenn du merkst, dass deine Gedanken wieder ganz woanders waren dann sag' dir innerlich einfach Welcome Back!
00:09:40: Nicht mehr!
00:09:41: Nicht ach nein jetzt war ich schon wieder weg es war ich auch wieder abgelenkt sondern welcome back.
00:09:48: schön das du wieder da bist und damit gibts zu deinem Gehirn einen kleinen Hinweis.
00:09:54: Ich möchte wieder im Moment sein.
00:09:57: Und weißt du, was ich daran so schön finde?
00:10:00: Korrekturen gehören zum Leben Sie gehören zur Natur.
00:10:06: Ein Vogel korrigiert ständig seinen Flug ein Hund korrigert ständig seine Aufmerksamkeit und Korreakturen sind völlig normal.
00:10:18: Nur wir Menschen haben das Gefühl Wir dürfen den Kurs nie verlassen.
00:10:22: Dabei ist es gar nicht entscheidend ob wir einmal abschweifen.
00:10:26: Es ist entscheidend, ob wir wieder zurückfinden.
00:10:30: Ich möchte dir heute eine kleine Aufgabe mitgeben.
00:10:35: Wenn du heute deinem Tier begegnest, dann schenke ihm fünf Minuten.
00:10:40: Fünf Minuten in denen du wirklich da bist!
00:10:44: Nicht mit deinem Handy oder Einkaufsliste nicht mit dem Büro und nicht mit morgen nur mit deinim Tier.
00:10:52: Und wenn du merkst dass deine Gedanken wieder davon geflogen sind Dann lächle kurz und sagt ihr, Welcome back!
00:11:01: Ich bin gespannt ob dein Tier den Unterschied merkt.
00:11:05: Ich glaube es wird ihn bemerken.
00:11:10: Lass uns das mal zusammenfassen.
00:11:12: Tiere merken sofort ob wir wirklich anwesend sind oder nur körperlich da sind.
00:11:19: Sie leben so stark im Hier- und Jetzt weil ihr die Überleben davon abhängt.
00:11:25: Wir Menschen leben in einer anderen Welt Deshalb schweifen unsere Gedanken ganz selbstverständlich immer wieder ab.
00:11:33: Das ist nicht das Problem!
00:11:36: Das Problem wäre nur, wenn wir nicht mehr zurückfinden.
00:11:40: und genau dabei kann uns unser Tier helfen – immer wieder mit einer einzigen Botschaft Wenn du bei mir bist dann sei bei mir!
00:11:51: Je bewusster wir unserem Tier unsere Aufmerksamkeit schenken, desto tiefer wird unsere Beziehung Denn Beziehung entsteht nicht nur dadurch, dass wir am gleichen Ort sind.
00:12:02: Beziehungen entstehen, wenn wir einander wirklich begegnen und genau dort beginnt für mich Tierkommunikation.
00:12:11: Genau deshalb habe ich den kostenlosen Kurs Harmonische Beziehungs zu deinem Tier erstellt.
00:12:17: Du kannst ihn dir auf harmonischebeziehung.com holen.
00:12:22: Vielleicht ist genau heute der richtige Tag deinen Tier nicht einfach Zeit zu schenken sondern eine volle Aufmerksamkeit.
00:12:31: Und nun wünsche ich dir viele kleine Welcome Back Momente!
00:12:36: Hast du eine Frage rund um dein Tier?
00:12:38: Dann sende sie gerne ein,
00:12:41: vielleicht
00:12:41: hörst Du die Antwort schon bald in einer zukünftigen Episode von Tierisch deutlich und denke daran jeden Moment mit Deinem Tiergefährten zu genießen Denn nur im Moment findet das Leben statt.
00:12:53: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal
00:12:55: Tschüss.
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