013 Warum vertraut mir mein Tier nicht?

Shownotes

Warum vertraut mir mein Tier nicht? – Shownotes

Warum Vertrauen nichts mit Gehorsam zu tun hat

Viele Menschen glauben, ein Tier vertraue ihnen, wenn es gut hört. Doch was wäre, wenn genau das ein Trugschluss wäre?

In dieser Episode sprechen wir über einen der grössten Irrtümer im Zusammenleben mit Tieren: die Verwechslung von Vertrauen und Gehorsam. Anhand berührender Geschichten erfährst du, warum ein Tier aus Angst alles richtig machen kann und trotzdem kein Vertrauen empfindet. Gleichzeitig zeige ich dir, wie Vertrauen wirklich entsteht – nicht durch Kontrolle, sondern durch Sicherheit, Verständnis und die Bereitschaft, deinem Tier die Welt zu erklären.

Vielleicht verändert diese Episode nicht nur die Beziehung zu deinem Tier, sondern auch deinen Blick auf Vertrauen selbst.

Zusammenfassung und Stichpunkte

Vertrauen entsteht nicht, weil ein Tier alles tut, was wir von ihm erwarten. Echtes Vertrauen wächst dort, wo sich ein Tier sicher fühlt, verstanden wird und erlebt, dass seine Gefühle ernst genommen werden.

In dieser Episode erfährst du, weshalb Gehorsam manchmal aus Angst entsteht und warum Sicherheit die eigentliche Grundlage für Vertrauen ist. Anhand persönlicher Erfahrungen und bewegender Geschichten zeige ich dir, wie wir unsere Tiere besser durch unsere menschliche Welt begleiten können und weshalb genau darin unsere Verantwortung liegt.

Du wirst ausserdem eingeladen, dein eigenes Verhalten einmal aus der Perspektive deines Tieres zu betrachten.

In dieser Episode erfährst du:

  • Warum Vertrauen und Gehorsam zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.
  • Weshalb ein Tier aus Angst gehorchen kann, ohne wirklich zu vertrauen.
  • Was Spot mit dem Satz meinte: „Vertrauen bekommt eine andere Qualität, wenn wir keine Bedingungen daran knüpfen.“
  • Warum unsere Tiere unsere Welt nicht automatisch verstehen können.
  • Wie kleine Veränderungen im Alltag das Vertrauen deines Tieres nachhaltig stärken können.

Unsere Tiere leben in einer Welt, die wir Menschen geschaffen haben. Strassen, Leinen, Arbeitszeiten oder Familienzuwachs sind für sie nicht selbstverständlich. Je besser wir ihnen helfen, diese Welt zu verstehen, desto sicherer fühlen sie sich. Und genau auf diesem Boden kann Vertrauen wachsen – nicht durch Druck, sondern durch Verständnis und gegenseitigen Respekt.

Deshalb habe ich den kostenlosen Kurs «Harmonische Beziehung zu deinem Tier» erstellt. Dort findest du weitere Impulse und Übungen, die dir helfen, dein Tier besser zu verstehen und eure Beziehung Schritt für Schritt zu vertiefen.

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Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:11: Viele Menschen verwechseln Vertrauen mit Gehorsan.

00:00:14: Dabei hat es eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun!

00:00:18: Ein Tier kann alles tun, was du möchtest und ihr trotzdem nicht vertrauen.

00:00:24: Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.

00:00:27: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Tierisch-Deutlich Schön dass Du heute wieder dabei bist.

00:00:34: Vor einigen Episoden habe ich bereits darüber gesprochen, wie Vertrauen zwischen Mensch und Tier entsteht.

00:00:41: Heute möchte ich einen Schritt weitergehen – denn immer wieder höre ich Menschen sagen «Mein Tier vertraut mir nicht».

00:00:48: Und jedes Mal frage ich mich — woher weißt du das eigentlich?

00:00:53: Weil wir Menschen vertrauen oft mit gehorsam verwechseln.

00:00:57: Dabei sind es zwei völlig unterschiedliche Dinge!

00:01:02: Vor vielen Jahren hat mich einmal ein Mann angerufen.

00:01:05: Er hatte einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert und schon nach den ersten Minuten habe ich gemerkt, wie stolz er auf seinen Hund war.

00:01:36: Leider musste ich enttäuschen.

00:01:38: Ich sagte ihm, es tut mir leid!

00:01:41: Ihr Hund vertraut ihn nicht und am anderen Ende wurde er still.

00:01:47: Ich erklärte ihm, ihr Hund macht das nicht weil er ihnen vertraute.

00:01:52: Er machte selbst Angst.

00:01:54: Irgendjemand hat diesem Hund irgendwann eingeprügelt dass Widerstand keine gute Idee ist und heute reicht schon eine etwas lautere Stimme und ihr Hund macht alles, damit genau das nie wieder passiert.

00:02:10: Und dann habe ich ihn gefragt, möchten sie das weiterführen oder möchten Sie dass Ihr Hund ihnen wirklich vertraut und Vertrauen aufbauen?

00:02:21: Es entstand daraus ein langes Gespräch nicht darüber wie der Hund besser gehorchen kann sondern darüber wie er Hund lernen kann, dass er bei diesen Menschen endlich sicher sein darf.

00:02:35: Und genau dort liegt für mich der Unterschied.

00:02:38: Gehorsam kann das Angst entstehen!

00:02:41: Vertrauen niemals.

00:02:45: Mein Tiermintor-Spot hat mir einmal einen Satz gesagt, den ich nie vergessen werde.

00:02:52: Vertrauen bekommt eine andere Qualität wenn wir keine Bedingungen daran knüpfen.

00:02:59: Ich finde in diesem Satz steckt unglaublich viel.

00:03:03: Wenn ich meinem Tier nur dann vertraue, wenn es das macht was ich möchte Ist es dann überhaupt Vertrauen?

00:03:10: Oder wünsche ich mir eigentlich Kontrolle.

00:03:13: Vertrauen bedeutet nicht, dass jemand immer ja sagt.

00:03:16: Vertauen bedeutet das Ehrlichkeit möglich ist Das Angst gezeigt werden darf Dass Unsicherheit gezeigt werden Darf Und manchmal eben auch ein Nein.

00:03:30: Ich glaube wir Menschen vergessen manchmal etwas ganz Entscheidendes.

00:03:35: unsere Tiere leben in unserer Welt Nicht in ihrer.

00:03:40: Wir holen sie in unser Leben!

00:03:43: Sie müssen lernen, was eine Straße ist?

00:03:45: Was eine Leine

00:03:46: ist?!

00:03:47: Warum wir morgens plötzlich verschwinden und zur Arbeit gehen?

00:03:51: Warum wir Besuch bekommen?

00:03:53: Warum umziehen?

00:03:55: Und warum sich unsere Alltag immer wieder verändert?

00:03:59: Und trotzdem erwarten wir oft dass sie das einfach verstehen.

00:04:04: aber warum eigentlich?

00:04:06: Sie leben in einer Welt die wir geschaffen haben.

00:04:11: Es ist deshalb unsere Verantwortung, ihnen zu helfen sich in unserer Welt zurechtzufinden nicht damit sie funktionieren sondern damit sie sich sicher fühlen können Denn Sicherheit is der Boden auf dem Vertrauen wachsen kann.

00:04:30: Ich erinnere mich an zwei Familien.

00:04:33: Bei der ersten Familie war das Baby bereits da.

00:04:38: Die Katze kam überhaupt nicht damit zurechzt.

00:04:41: Das Baby schrie, der Tagesablauf hatte sich verändert und die Aufmerksamkeit hat es sich verändert.

00:04:48: Die ganze Energie im Haus war plötzlich anders.

00:04:53: Und als ich fragte, habt ihr eure Katze auf das Baby vorbereitet?

00:04:58: kam die Antwort vorbereitet?

00:05:01: Nein!

00:05:01: Wieso?

00:05:03: Hm... ungefähr zur gleichen Zeit hatte ich von einer anderen Familie einen Anruf auch mit ihrer Katze kommunizieren.

00:05:15: Diesmal noch bevor das Baby geboren wurde!

00:05:19: Wir haben also mit der Katze komuniziert, wir haben ihnen erklärt dass bald ein neues Familienmitglied kommt.

00:05:25: Ich habe die Familie vorgeschlagen die Katze schon während der Schwangerschaft mit einzubeziehen.

00:05:32: Sie durfte sich auf den Bauch legen sie durfte die Veränderungen wahrnehmen und sie wurde nicht einfach irgendwann einmal mit einer komplett neuen Situation überrascht.

00:05:42: Und als das Baby geboren wurde, gab es überhaupt gar keine Probleme.

00:05:47: Im Gegenteil!

00:05:48: Die Katze hielt sich oft in der Nähe des Babys auf – fast so als würde sie dieses kleine Wesen beschützen und aufs Aufpassen.

00:05:58: Kann ich dir jetzt beweisen dass genau die Vorbereitung den Unterschied gemacht hat?

00:06:03: Nein kann nicht.

00:06:05: Es waren zwei unterschiedliche Katzen aber eines habe ich in all den Jahren gelernt Wenn wir unsere Tiere mitnehmen, anstatt sie einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen entsteht eine völlig andere Beziehung.

00:06:24: Und ich musste gerade an eine liebe Kollegin denken – an alle Tierkommunikationskollegen die leider nicht mehr unter uns weilt!

00:06:32: Sie war auch Tiertrainerin für Filmtiere und sie hat uns damals einen Satz gesagt den ich nie vergessen habe.

00:06:43: Wenn ein Tier etwas nicht versteht, dann musst du dir den Kopf zerbrechen und nicht das Tier.

00:06:51: Und dann hat sie noch gesagt es ist deine Aufgabe einem Tier etwas so zu erklären dass das Tier es verstehen kann – nicht umgekehrt!

00:07:04: Und genauso hat sie gearbeitet.

00:07:06: wenn ein Tier was nicht gerne gemacht hat, hat sie nicht Druck aufgebaut.

00:07:11: Sie hat einfach einen anderen Weg gesucht und sie hat so lange überlegt, wie sie dem Tier verständlich machen konnte worum es überhaupt geht.

00:07:22: Und ich glaube genau das ist Respekt!

00:07:26: Und genau dort beginnt Vertrauen.

00:07:30: Früher als ich noch viele Kurse vor Ort gegeben habe ja musste ich zwischendurch natürlich auch einmal auf die Toilette habe ich aber nie gesagt, ich gehe kurz auf die Toilette und ich meine ganz ehrlich was soll ein Hund mit einer Toilete anfangen?

00:07:47: Ich habe ihn gesagt.

00:07:49: Ich gehe kurz das Bein heben!

00:07:52: Und gleichzeitig habe ich ihnen einen Bild geschickt von mir wie ich es beinhebe.

00:07:57: Ja...ich weiß, ein ziemlich lustiges Bild Aber weißt du was?

00:08:02: Meine Hunde wussten sofort was ich meinte Nicht weil sie plötzlich Deutsch verstanden haben sondern weil ich versucht habe ihre Sprache zu sprechen.

00:08:13: Ich habe nicht erwartet, dass sie meine Welt verstehen.

00:08:17: ich habe versucht, meine Welt für Sie verständlich zu machen und ich glaube genau das ist unsere Verantwortung!

00:08:27: Ich möchte dir heute eine Frage mitgeben Nicht für nächste Woche und nicht für irgendwann Für Heute.

00:08:34: Beobachte dein Tier einmal ganz bewusst Und dann frage dich zerstet mein Tier Was ich gerade tue?

00:08:45: Nicht, warum macht das mein Tier.

00:08:47: Sondern versteht mein Tier überhaupt, warum ich gerade das mache was ich mache!

00:08:54: Und wenn die Antwort nein lautet dann stellt ihr gleich die nächste Frage Wie kann ich meinem Tier meine Welt so erklären dass es sie verstehen kann?

00:09:06: Ich glaube genau dort beginnt Vertrauen nicht mit Gehorsam, nicht mit Kontrolle sondern mit Verständnis.

00:09:16: Lass uns das mal zusammenfassen.

00:09:20: Viele Menschen verwechseln Vertrauen mit Gehorsam.

00:09:24: Dabei entsteht Gehoresam manchmal aus Angst, vertrauender Gegend entsteht Aus Sicherheit.

00:09:32: Unsere Tiere leben in unserer Welt.

00:09:34: Es ist unsere Verantwortung ihnen zu helfen sich in dieser Welt zurechtzufinden Nicht weil sie müssen sondern weil Sie nur dann verstehen können was um sie herum geschieht.

00:09:49: Und vielleicht beginnt Vertrauen genau in dem Moment, indem wir aufhören zu erwarten dass unser Tier uns versteht und anfangen uns unserem Tier verständlich zu machen.

00:10:02: Zertrauen wächst nicht dadurch das unser Tier alles richtig macht.

00:10:06: Zertrauen wächst wenn unser Tier erlebt dass wir bereit sind uns in seine Weile hineinzuversetzen und im unserer Welt verständlicht zu machen.

00:10:16: Und genau dort beginnt für mich eine Beziehung in der Mensch und Tier gemeinsam wachsen können.

00:10:23: Genau deshalb habe ich den kostenlosen Kurs Harmonische Beziehungen zu deinem Tier erstellt, denn Link dazu findest du in den Show notes.

00:10:32: Dort findest Du auch weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten!

00:10:37: Und unwünsche ich Dir ganz viele Momente, in denen Du die Welt einmal mit den Augen dann ist Tieres betrachtest.

00:10:44: Kennst du einen Tiermenschen, den diese Episode inspirieren könnte?

00:10:48: Dann teile sie gerne weiter!

00:10:51: So trägst Du dazu bei das Verständnis zwischen Menschen und Tieren zu erweitern Und denke daran jeden Moment mit deinem Tiergefährten zu genießen Denn nur im Moment findet das Leben statt.

00:11:03: Vielen Dank und bis zum nächsten

00:11:04: Mal Tschüss.

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