012 Habe ich die Krankheit meines Tieres übersehen?

Shownotes

Habe ich die Krankheit meines Tieres übersehen? – Shownotes

Warum Schuldgefühle deinem Tier nicht helfen

Hätte ich früher merken müssen, dass mein Tier krank ist? Habe ich etwas übersehen? Oder hätte ich mehr tun können?

Wenn ein Tier ernsthaft krank wird oder stirbt, stellen sich viele Menschen genau diese Fragen. Sie entstehen aus Liebe und aus dem Wunsch, alles richtig zu machen. Doch helfen uns diese Gedanken wirklich weiter?

In dieser Episode sprechen wir darüber, warum Tiere Schmerzen oft sehr lange verbergen und weshalb Schuld und Verantwortung zwei völlig verschiedene Dinge sind. Ich erzähle dir die Geschichte meiner Hündin Lisa, deren Krankheit ich trotz meiner langjährigen Erfahrung erst spät erkannte, und warum genau diese Erfahrung meine Sicht auf Schuldgefühle nachhaltig verändert hat.

Zusammenfassung und Stichpunkte

Wenn unser Tier krank wird, schauen wir im Nachhinein oft auf jedes Detail zurück. Plötzlich glauben wir, Anzeichen übersehen zu haben. Doch genau hier beginnt häufig ein Gedankenkarussell, das weder uns noch unserem Tier hilft.

In dieser Episode erfährst du, weshalb Tiere wahre Meister darin sind, Schmerzen zu verbergen, und warum wir nicht erkennen können, was unser Tier selbst noch nicht zeigt. Anhand persönlicher Erfahrungen und bewegender Beispiele zeige ich dir, weshalb Tierkommunikation eine wertvolle Ergänzung sein kann, den Tierarzt jedoch niemals ersetzt.

Du erhältst ausserdem einen neuen Blick auf Schuldgefühle und lernst, Verantwortung liebevoll von Selbstvorwürfen zu unterscheiden.

In dieser Episode erfährst du:

  • Warum Tiere Schmerzen oft sehr lange verbergen.
  • Was meine Hündin Lisa mich über Krankheit und Schuldgefühle gelehrt hat.
  • Weshalb Tierkommunikation keinen Tierarzt ersetzt, aber sinnvoll ergänzen kann.
  • Warum Tiere selten Diagnosen, sondern vielmehr ihre Gefühle und Bedürfnisse mitteilen.
  • Weshalb Verantwortung etwas völlig anderes ist als Schuld.

Im Nachhinein sehen wir vieles klarer. Doch Entscheidungen können wir immer nur mit dem Wissen treffen, das uns in diesem Moment zur Verfügung steht. Genau deshalb dürfen wir lernen, liebevoller mit uns selbst umzugehen. Unsere Tiere leben nicht im Gestern. Sie leben im Jetzt. Vielleicht dürfen wir uns daran ein Beispiel nehmen.

Deshalb habe ich den kostenlosen Kurs «Harmonische Beziehung zu deinem Tier» erstellt. Dort findest du weitere Impulse und Übungen, die dir helfen, dein Tier bewusster wahrzunehmen und eure Beziehung mit mehr Vertrauen und Gelassenheit zu gestalten.

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Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:11: Im Nachhinein sind wir immer schlauer.

00:00:14: Gerade wenn ein Tier krank wird oder stirbt, stellen sich viele Menschen dieselben Fragen.

00:00:19: Hätte ich etwas früher merken müssen?

00:00:22: Hab' ich etwas übersehen!

00:00:24: Hätte Ich mehr tun

00:00:25: können?!

00:00:26: Ich glaube diese Frage stellt sich fast jeder Mensch.

00:00:30: Die eigentliche Frage ist nur – helfen diese Gedanken dann im Tier wirklich?

00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Tier ist deutlich.

00:00:39: Schön, dass du heute wieder dabei bist!

00:00:41: Heute sprechen wir über ein Thema das vielen Tierhaltern unglaublich nahe gilt – nämlich Schuldgefühle.

00:00:49: Ich glaube fast jeder Mensch dessen Tier ernsthaft krank war oder gestorben ist kennt diese Gedanken.

00:00:55: Hätte ich früher reagieren müssen?

00:00:58: Warum habe ich das nicht

00:00:59: gesehen?!

00:01:00: War ich zu

00:01:00: spät!?

00:01:02: Und ganz ehrlich Ich finde, es wäre eher ungewöhnlich wenn du dir diese Fragen nicht stellen würdest.

00:01:09: Sie gehören dazu!

00:01:10: Sie zeigen wie sehr wir unsere Tiere lieben – aber sie erzählen uns nicht immer die Wahrheit.

00:01:18: Etwas was ich in den letzten fünfundzwanzig Jahren immer wieder erlebt habe ist.

00:01:24: Tiere sind stille Leider.

00:01:27: Sie zeigen Schmerzen oft sehr lange nicht und das hat nichts damit zu tun dass sie uns etwas verheimlichen wollen.

00:01:34: Es hat mit ihrem Überlebensinstinkt zu tun.

00:01:38: In der Natur bedeutet Schwäche oft Gefahr und deshalb kompensieren viele Tiere unglaublich lange, sie funktionieren, sie fressen, sie gehen spazieren und sie machen vieles noch genauso wie vorher.

00:01:53: Und genau deshalb fällt uns manchmal gar nicht auf dass sich im Innern längst etwas verändert hat.

00:02:02: Meine Hündin Lisa wurde über achtzehn Jahre alt.

00:02:05: Als sie irgendwo zwischen sechzehn und siebzehn war, begann sie immer mehr zu schlafen.

00:02:12: Und ganz ehrlich?

00:02:13: Für mich war das völlig normal!

00:02:16: Schließlich war das eine alte Hündinn... Sie fraßt, sie ging jeden Tag gerne mit spazieren.

00:02:22: natürlich war es etwas langsamer geworden aber das schien mir alles völlig logisch und dann begann die plötzlich ziemlich viel Feld zu verlieren.

00:02:33: Das war der Moment, in dem ich dachte, hm jetzt lass sich sie lieber einmal untersuchen das stimmt etwas nicht.

00:02:41: und der Tierarzt machte eine Blutuntersuchung.

00:02:44: also dann zurückkam mit den Ergebnissen hatte mich gefragt steht sie überhaupt noch?

00:02:52: Und ich habe ihn völlig verwirrt ihr angeschaut und gesagt ja natürlich wir waren heute morgen doch spazieren.

00:03:00: Und dann erklärte er mir, dass ihre Schilddrüsenwerte so schlecht seien das er kaum glauben könne, dass sie überhaupt noch so fit sei.

00:03:08: Ich war ehrlich gesagt völlig schockiert!

00:03:12: Denn hätte Lisa nicht begonnen ihr Feld zu verlieren werde ich wahrscheinlich gar nicht mit ihr zum Tierarzt gegangen Nicht weil es mir egal gewesen wäre sondern weil ich in der Müdigkeit ganz selbstverständlich ihrem Art zugeschrieben hatte.

00:03:26: Wir begannen also mit der Behandlung und Lisa ging es schnell, deutlich wieder besser und sie durfte noch rund eineinhalb Jahre bei uns bleiben.

00:03:37: Diese Erfahrung hat mich etwas sehr Wichtiges gelehrt!

00:03:41: Du kannst nicht sehen was dein Tier dir nicht zeigt.

00:03:46: Wir interpretieren oft schneller als wir hinschauen Und das passiert übrigens nicht nur bei älteren Tieren.

00:03:53: Ich bekomme immer wieder Anfragen von Menschen deren Katze plötzlich in die Wohnung macht und viele vermuten sofort Sie protestiert, sie ist beleidigt.

00:04:04: Sie will mir etwas

00:04:05: zeigen.".

00:04:07: Und meine erste Frage lautet immer, waren sie schon beim Tierarzt?

00:04:11: Wenn die Antwort nein lautet dann schicke ich die Leute zuerst dorthin nicht weil ich glaube dass jede Katze krank sei sondern weil ich zuerst Schmerzen ausschließen möchte und dann habe ich schon sehr oft den Anruf bekommen.

00:04:27: danke das sie mich zum Tierarz geschickt haben.

00:04:29: sie hatte tatsächlich eine Blasenentzündung kann unglaublich schmerzhaft sein.

00:04:36: Und genau deshalb möchte ich nicht erst warten, bis wir die Tierkommunikation machen wenn das Tier wirklich vielleicht dringend medizinische Hilfe braucht.

00:04:46: Ich erinnere mich an eine Frau, die mich einmal anrief weil ihre Katze sich plötzlich merkwürdig verhielt.

00:04:54: sie räuspert sich ständig es hörte sich fast an wie Husten und die Halterin war unsicher und wollte wissen was los war.

00:05:04: Während der Tierkommunikation hatte ich irgendwie ein Gefühl, dass da mit dem Hals irgendetwas nicht gut sei und das es ziemlich dringend war, dass man da hinschaut.

00:05:16: Also habe ich sie gebeten sofort mit der Katze zum Tierarzt zu gehen.

00:05:21: Und dort stellte sich tatsächlich heraus, dass die Katze etwas im Hals hatte also irgendwas steckte im Halt.

00:05:29: Für mich zeigt diese Geschichte etwas ganz Wichtiges.

00:05:33: Tierkommunikation ersetzt keinen Tierarzt, aber sie kann manchmal helfen die richtigen Fragen zu stellen oder dem Tierarz auch Hinweise zu geben wo es sich lohnt genauer hinzuschauen und das kann unglaublich wertvoll sein.

00:05:50: Viele Menschen glauben ihr Tier könne ihnen genau sagen was los ist.

00:05:55: Die rufen mich an und sagen kann mein Tier sagen was es hat?

00:06:01: Nein!

00:06:02: So funktioniert Tierkommunikation nicht.

00:06:05: Ein Tier wird dir nichts sagen, ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion oder ich habe ein Blasenentzündung.

00:06:12: Ein tier beschreibt dir wie es sich anfühlt.

00:06:16: Ein Tier sagt ob es Schmerzen hat wo es schmerzen ist Ob es müde ist, ob ihm übel ist Es vermittelt die Gefühle Oder ob es im Moment etwas ganz spezifisches braucht.

00:06:31: Und genau diese Informationen können unglaublich wertvoll sein.

00:06:36: Wenn wir heute zurückschauen, wissen wir viel mehr als damals.

00:06:41: Heute kennen wir die Diagnose, heute kennen wir den Verlauf und heute sehen wir plötzlich Hinweise, die uns damals gar nicht aufgefallen sind.

00:06:53: Aber damals hatten wir dieses Wissen nicht!

00:06:56: Und genau deshalb finde ich einen Gedanken so wichtig... Du kannst nicht etwas erkennen, dass dein Tier dir nicht zeigt.

00:07:04: Und du kannst Entscheidungen immer nur mit dem Wissen treffen, das dir in diesem Moment zur Verfügung steht.

00:07:13: Das ist keine Ausrede?

00:07:15: Das ist die Realität!

00:07:17: Falls ein Tier gerade krank ist und du dir Sorgen machst Dann möchte ich dir heute etwas mitgeben Sei jetzt bei deinem Tier Nicht gestern, nicht morgen.

00:07:27: Jetzt Wenn du unsicher bist Dann geh zum Tierarzt.

00:07:31: Und wenn du das Gefühl hast, dein Tier möchte dir zusätzlich etwas mitteilen dann führe ein Gespräch mit ihm oder suche dir jemanden der das für euch tun kann.

00:07:41: Nicht um eine Diagnose zu ersetzen sondern um dein Tier besser zu verstehen Denn manchmal ist genau dieses Verständnis das wertvollste was wir unserem Tier schenken können.

00:07:54: Lass uns das mal zusammenfassen.

00:07:58: Im Nachhinein sind wir immer schlauer.

00:08:01: Deshalb entstehen Schuldgefühle fast immer rückblickend.

00:08:06: Doch Tiere leben nicht im Gestern, sie leben ihm jetzt.

00:08:11: Tiere sind stille Leider – Sie zeigen uns vieles erst spät!

00:08:17: Und deshalb kannst du nicht erkennen was dir dein Tier nicht zeigt?

00:08:23: Du hast damals mit dem Wissen gehandelt dass dir in diesem Moment zur Verfügung stand.

00:08:29: heute weißt du mehr und genau das nennt man Lernen nicht versagen.

00:08:37: Wenn wir lernen, unser Tier wirklich wahrzunehmen, erkennen wir oft nicht nur seine Gefühle besser – Wir lernen auch Verantwortung von Schuld zu unterscheiden!

00:08:47: Und genau dort beginnt für mich eine Beziehung die von Vertrauen statt von Vorwürfen geprägt ist.

00:08:55: Genau deshalb habe ich den kostenlosen Kurs Harmonische Beziehungen zu deinem Tier erstellt Denn Link dazu findest du in den Show Notes.

00:09:03: Dort findest du auch weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten.

00:09:09: Ich wünsche dir viele ruhige Momente mit deinem Tier, und vor allem wünsche ich dir, dass du dir mit derselben Liebe begegnest – mit der dein Tier dir jeden Tag begegnet!

00:09:33: Denn nur im Moment findet das Leben statt.

00:09:35: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

00:09:38: Tschüss.

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